Katzengeschichten
Junger, fast verhungerter Kater
Im Januar 2008 erzählte mir ein Bekannter, daß sich bei ihm am gemieteten Bungalow ein kleiner, sehr schwacher Kater eingefunden hat. Was tun mit ihm, denn er reiste in einigen Tagen wieder ab? Er hat ihn so gut er konnte wieder aufgepäppelt und bat mich, weiter nach ihm zu sehen, zu füttern und eventuell auch zum Tierarzt zu bringen, wenn er sich nicht erholt oder entwickelt.
Er war weg und ich bin zum Katerchen gefahren. Er bot ein ziemlich jämmerliches Bild. Dabei war er wahrscheinlich schon ca.fünf Monate alt. Ich vermutete Würmer, weil er gar keinen Appetit hatte und nur Haut und Knochen war. So gab ich ihm ein Wurmmittel für junge Katzen. Am nächsten Tag hatte er viel Durchfall und wohl auch Erbrechen. Er hielt sich immer nur auf der Terrasse des Bungalows auf, die dann auch entsprechend aussah. Aber er fraß wenigstens etwas und wieder am nächsten Tag war er sogar zur Nacht in dem aufgestellten und als Schlafhaus präparierten Kennel gewesen und er kam mir schon ein Stück entgegen. Er war unternehmungslustiger geworden und hatte auch mehr Hunger. Es schien wirklich an den Würmern gelegen zu haben.
Ich glaube, er wird sich bald erholen und ist wieder ein richtiger Kater, wenn sein Retter zurückkommt.
Sein Retter ist zurückgekommen und hat ihn weiter umsorgt. Er ist in die Gemeinschaft der anderen Katzen aufgenommen worden. Sein bester Freund ist ein dicker schwarzer Kater, der sich von Anfang an des Kleinen angenommen hat. Mittlerweile schläft er nicht mehr in seinem "Häuschen", sondern zusammen mit seinem Freund auf einem Stuhl.
Bevor der "Retter" erneut für längere Zeit abreiste, hat er dem Kater den Namen ZWERG gegeben und die Kastrationskosten übernommen.
ZWERG muß jetzt allein mit den anderen sechs Katzen leben. Alle zwei Tage werden sie von K. mit Trockenfutter gefüttert. Aber ich brachte es nicht übers Herz und bin ebenfalls alle zwei Tage in den Zwischenräumen hingefahren und habe ihm eine Portion Naßfutter gegeben. Er hat es sehr nötig, weil er sich gegen die erwachsenen Katzen nicht durchsetzen kann. Er kennt mein Auto und kommt mir schon entgegengelaufen, frißt viel und langsam und schmust zwischendurch immer wieder. Wenn ich wieder gehe, bleibt er zurück und schaut mir lange nach.
Mittlerweile sind einige Monate vergangen und ZWERG dürfte jetzt 9 Monate alt sein. Er ist gewachsen, aber nicht dicker geworden. In Abständen hat er zweimal Wurmmittel bekommen, trotzdem hat er seine schlanke Figur mit den hohen Beinen, dem langen Schwanz und den großen Ohren behalten. Er ist eben eine typische Formentera-Katze. Er lebt friedlich mit den anderen Katzen zusammen, genießt ihnen gegenüber aber Vorteile wegen seines schlanken Körperbaus. Die Touristen haben Mitleid mit ihm und geben ihm Extra-Rationen. Er kann sie sicher gut gebrauchen.
ZWERG ist jetzt eigentlich kein Zwerg mehr. Seitdem eine Langzeitmieterin ihn täglich mit Naßfutter versorgt und er - vorerst jedenfalls - ein Zuhause hat, ist er selbstbewußt und bewegt sich sicher zwischen den anderen Katzen.
Am 06. Dezember 2008 war er nicht mehr am Futterplatz. An diesem Tag waren Jäger mit ihren Hunden ganz nah an den Häusern. ZWERG ist ihnen wahrscheinlich zum Opfer gefallen. Niemand hat ihn gefunden.
Er ist nur 1 Jahr alt geworden.
LADYBLUE
ist eine Schönheit, die leider schon vor 1 1/2 Jahren von ihrem Besitzer, der von der Insel ging, zurückgelassen wurde. Sie blieb wohl immer in der Nähe ihres Hauses und schlug sich mit Futter mal hier, mal dort durch. Nach Monaten zog dann ein junger Mann in dieses Haus und übernahm sie. Aber auch er ist nach dem letzten Sommer wieder in seine Heimat geflogen und wieder war sie allein. Eine Freundin und Tierliebhaberin ganz in der Nähe versorgte sie während ihrer Anwesenheit an ihrem Haus täglich mit Futter. Als auch sie nach einigen Wochen wieder abreiste, bat sie mich, nach der Katze an ihrem Haus zu sehen. Seitdem bringe ich ihr jeden Tag zuerst nur Trockenfutter, später auch Naßfutter. Denn seit sie endlich kastriert ist - meine Freundin hat die Kosten übernommen - ist sie ständig auf der Terrasse ihres neuen Zuhauses. Ich habe ihr dort in einem ausrangierten Kennel einen Schlafplatz eingerichtet, den sie auch benutzt.
Ich habe sie LADYBLUE genannt, weil sie für eine freilebende Katze außergewöhnlich schön und zahm ist. In einigen Wochen wird dieses Haus wieder bewohnt sein. Mal sehen, was dann passiert.
Leider ist schon vorher etwas passiert, ich weiß nur nicht was. LADYBLUE ist nie mehr wieder zum Haus und zum Fressen gekommen..
Stattdessen kam diese junge Katze sehr schüchtern zum Fressen. Sie war in einem nicht so guten Zustand und hatte den Kopf in leichter Schieflage. Als ich sie nach einigen Tagen näher sehen konnte, bemerkte ich, daß sie einen dicken Leib hatte. JUNGE - schoß es mir duch den Kopf. Ich fing sie kurzerhand ein und ließ sie kastrieren. Und tatsächlich, sie hatte 3 Junge und stand kurz vor der Geburt. Allerdings meinte der Tierarzt, etwas wäre schiefgegangen, weil die Katze so schwach war. Nach der Kastration hat sie sich zum naheliegenden Haus mit Hühnern und Schäferhund im Zwinger zurückgezogen. Dort füttere ich sie täglich mit Naßfutter und frischem Wasser. Sie ist sehr zahm geworden und hat sich gut erholt.
Nun hat sich nach einigen Wochen Leben an diesem Platz ein Kater dazugesellt. Er kam laut miauend dazu, als ich zum Füttern kam. Welch eine Überraschung! Es ist PETERCHEN vom nahegelegenen anderen Futterplatz. Dort hatte ich ihn schon seit Tagen vermißt. Er hat mich sofort erkannt und schmuste mit mir, zur großen Verwunderung der Katze AMICA. Beide bekommen im Abstand ihr Futter und sie akzeptieren sich. Sollte es doch einmal Streit geben, dann wird PETERCHEN sicher wieder zu seinem gewohnten alten Futterplatz zurückkommen.
Katzenfamilien
Zu diesen beiden gehören noch zwei. Es ist eine Familie: Vater mit drei Söhnen. Sie sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Ich weiß nicht, wer Vater und wer Sohn ist. Aber ich weiß seit vielen Jahren, daß es so ist.
Sie leben im Wald mit noch anderen Katzen, die nach Lust und Laune kommen und gehen. Aber diese Vier sind immer da, wenn ich zum Füttern komme.
Von Oktober bis Januar ist hier Jagdsaison auf Karnickel mit den Ibizenko-Hunden. Leider hat einer von diesen Vieren diese Hatz nicht überlebt.
Die anderen Drei waren lange nicht am Futterplatz. Als dann alles vorbei war, kamen sie sehr verschüchtert und ängstlich zurück. Das ging drei Jahre so von Oktober bis Januar.
Zur Zeit sind sie wieder zusammen mit der alten MIEZI zum Fressen da. Und ein Neuer versucht sehr scheu, dazuzukommen.
Eine andere Katzenfamilie bestand aus drei Geschwistern, die mir am selben Futterplatz im Wald als 3-4 Monate alte Kätzchen von Touristen anvertraut wurde.
Es ist die bunte POLYTESS mit ihrer schwarzen Schwester HERA und ihrem schwarzen Bruder. Als sie etwa 2 Jahre alt waren, blieb zuerst der Bruder während der Jagdsaison weg. Dann einige Wochen später, am 13. Dezember 2007, POLYTESS, die ich tot gefunden habe. Sie wurde offensichtlich Opfer eines Hundes. Ich habe die Spuren des Kampfes am Boden und an ihrem Körper gesehen.
Das ist die sehr zahme POLYTESS.
Als Letzte blieb die schwarze Schwester weg, die sehr mutig bis zum Schluß der Saison zum Futterplatz gekommen war. Deshalb nannte ich sei auch HERA.
Somit wurde innerhalb von drei Monaten diese Geschwistergruppe ausgelöscht.
An diesem Waldfutterplatz lebte noch ein braun-getigerter Kater. Auch ihn habe ich in derselben Saison in der Nähe der Futterstelle tot gefunden.
Insgesamt haben 5 Katzen an diesem Platz die Jagdsaison 2007/2008 nicht überlebt.
Im Sommer 2008 kam ein neuer großer Siam-Kater dazu, nicht regelmäßig, aber im Abstand von 3-4 Tagen. Ich nannte ihn KALIF von Midi-Ronda, weil er immer sehr majestätisch ankam. Die anderen Katzen gingen zunächst in Deckung, wenn sie ihn sahen. Zu mir war er sehr zahm und anhänglich. Diese Situation habe ich schamlos ausgenutzt. Ich habe ihn eingefangen und zum Kastrieren gebracht. "Ein Jammer um diesen so schön potenten Kater" meinte der Tierarzt. Doch seitdem war er friedlicher geworden und die anderen trauten sich mit ihm zum Fressen zu kommen.
KALIF kam den ganzen Sommer zum Fressen im Wald. Als aber die letzten Leute aus ihren nahen Häusern abgereist waren, kam auch er nicht mehr.
RUBIO
RUBIO wurde vor 3 Jahren an meinem Futterplatz mit vielen Katzen ausgesetzt. Er stand orientierungslos und suchend in der Nähe des Weges zum Futterplatz. Er war sehr zahm und ich fütterte ihn zunächst allein da, wo er ausgesetzt wurde. Wenn er fertig mit Fressen war, sprang er immer in meinen Jeep und genoß die Geborgenheit bis ich vom Füttern der anderen Katzen zurückkam. Die anderen Katzen gesellten sich immer dann zu ihm, wenn ich mit dem Auto kam. Das ging eine zeitlang so. Dann erwischte ich ihn inflagranti mit der kleinen DIVA, die da noch nicht kastriert war. Also mußten beide sofort kastriert werden, weil auch noch andere junge Kätzchen unkastriert dort lebten. RUBIO war nicht schwer zu fangen; er war bald in der Falle. DIVA wurde bald danach kastriert. Sie war gleich bei der ersten Rolligkeit trächtig geworden. RUBIO gesellte sich schließlich zu all den anderen Katzen, wechselte aber auch über die Straße zu zwei anderen Stellen. Dort hatte er auch seinen Schlafplatz. Man nannte ihn dort GINGER.
Im Januar 2008 bat mich ein Bekannter ihm zu helfen, eine verletzte rote Katze in seinem Lager einzufangen. Er hat gesehen, daß sie nicht mehr klettern konnte. Gesagt, getan. Das Lager war da, wo GINGER zuletzt sein Zuhause hatte. Wir suchten eine zeitlang mit Taschenlampe nach ihm; denn es war für mich nun klar, daß es GINGER war. Wir fanden ihn in der äußersten Ecke ganz hinten im Dunkeln hockend. Er erkannte meine Stimme, kroch zum Futterschälchen und fraß. Da er sehr zahm war, konnte mein Bekannter ihn nehmen und in den bereitstehenden Kennel setzten. Nach Anmeldung fuhr ich ihn in die Tierklinik, wo er zunächst blieb, weil er geröntgt werden mußte. Es stellte sich heraus, daß er einen Beckenbruch hat und mindestens 4-5 Wochen ruhig gehalten werden muß. Er befindet sich seitdem in einer Pflegestelle.
GINGER hat ein neues Zuhause in Deutschland bekommen und trägt nun nach einem spanischen und einem irischen Namen den deutschen Namen WINKLER.
Das ist MIKU, eine wunderschöne Siam-Katze
Von MIKU möchte ich Erfreuliches berichten:
Allem voran: Sie ist seit dem 2. März 2008 in Deutschland in einer Frauenfamilie, die ganz vernarrt in sie ist.
WAS WAR VORHER ?
MIKU ist eine relativ junge Siam-Katze und hat eine Besitzerin, die sie sehr liebt. Allerdings hat sie als Hostal-Besitzerin wenig Zeit für ihren Liebling. Aber sie wird trotzdem vom Personal regelmäßig gefüttert und gestreichelt. Doch MIKU liebt Gesellschaft. Sie kommt jeden Mittag an meinen "Bauernhof-Futterplatz" ganz in der Nähe ihres Zuhauses und frißt mit den anderen Katzen.
Im April 2007 wurde sie wieder trächtig und bekam vier Kinder, die sie gut versteckt im großen Garten ihres heimischen Grundstücks großzog. Eine deutsche Touristin, Gast in diesem Hostal, entdeckte die Katzenfamilie und bat mich, mich um sie zu kümmern, wenn sie abgereist sei. Eine Selbstverständlichkeit für mich. Zwei Kätzchen waren eines Tages spurlos verschwunden. Die anderen beiden wurden auch vom Personal gefüttert und wurden ommer zutraulicher, wenn auch ich kam und Wasser und besonderes Leckerchen brachte.
Schließlich fragte ich die Besitzerin von MIKU, ob sie die Katze jetzt doch besser kastrieren lassen wolle. Ich bot an, ihr alle dazu nötigen Schritte abzunehmen, wenn sie nur die Arztrechnung übernähme. Sie willigte ein und MIKU wurde am 24.05.2007 kastriert. Als ich sie nach 48 Stunden zu ihren Kindern zurückbrachte, stand sie da und wurde von beiden Seiten von den Babys beschnüffelt und beleckt. Eine sehr herzliche Begrüßung - Familie endlich wieder zusammen.
Eine Freundin der Barbedienung wollte gerne beide Babys haben - übrigens ein getigertes Katerchen und ein graues birmaähnliches Kätzchen - . Sie stellten einen Transportkorb auf und bald war das Katerchen gefangen und kam zu einem neuen Zuhause auf dem Land, abseits vom Straßenverkehr in eine junge Familie mit einem kleinen Kind. Nun fehlte noch das zweite Kätzchen und ich sollte helfen. Es ging schneller,als ich dachte in den Kennel und wurde sehr bald zu seinem Brüderchen gebracht. Als ihre Kinder dann endgültig von ihr gingen, hat sie sehr getrauert und gesucht. ich hatte mir viel Zeit für sie genommen. Sie war besonders anhänglich und wollte immer mit mir gehen. Sie kam zum allgemeinen Futterplatz, blieb aber immer öfter auch mal weg. Ich machte mir Sorgen, denn ihr Frauchen mit dem kleinen Sohn war die Wintermonate auf dem Festland. Aber da war noch eine andere gute Seele in der nahegelegenen Libreria. Auch sie hat sich MIKU angenommen. Doch wenn sie entwischen konnte, kam sie immer mal wieder zum allgemeinen Futterplatz, fraß und schmuste.
So gingen die Wintermonate vorbei und es ist Januar geworden. Ich bin erleichtert, daß sie diese Zeit gut überstanden hat.
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MIKU ist wieder da und frißt mit den anderen
Nun ist sie mit Einverständnis ihres Frauchens in Deutschland und hat endlich ein richtiges Zuhause bekommen. Sie schickt sich im Haus vorbildlich, so als ob sie immer schon so komfortabel gelebt hätte. Alle sind sehr glücklich.
BINGO
Es war im Jahr 2004, als ich ein apricotfarbenes Katerchen an meinen Futterplatz in der Nähe eines großen Hotels gesetzt bekam. Es war ca. 5 Monate alt und sehr schüchtern. Die anderen Katzen waren schon wie eine Familie zusammengewachsen und der Kleine hatte Anfangsschwierigkeiten mit der Aufnahme. Da ich in der Nähe wohne, bin ich morgens und abends zum Platz gefahren, um ihn zu füttern und damit den anderen Katzen zu zeigen, der gehört jetzt zu Euch. Ich nannte ihn BINGO, weil er trotz aller Schwierigkeiten großes Glück gehabt hat.
Alles normalisierte sich allmählich und BINGO wurde mit 7 Monaten kastriert. Er war nach der OP eine Nacht bei mir zuhause und hat sogar in meinem Bett geschlafen (Katzenliebhaber wissen, daß das normal ist!).Als er dann wieder in der Gruppe war, kam er jedesmal in meinen Jeep zum Fressen. Da fühlte er sich sicher.
Später war er dann einmal verletzt und er war wieder zur Behandlung bei mir zuhause. Danach hat sich ein ganz enges Verhältnis zwischen uns aufgebaut. Wie alle anderen Katzen kam er immer zum Fressen, wenn er meinen Jeep hörte oder wenn ich rief.
Ein jahr später geschah dann etwas Schlimmes. BINGO war angefahren worden, gerade kurz bevor ich zum Füttern kam - zum großen Glück - .Als ich rief, kamen alle Katzen, nur BINGO miaute jämmerlich von der anderen Seite des Weges. Uns trennte ein Maschendrahtzaun, aber ich rannte so schnell ich konnte mit einem Transportkorb zu ihm. Er versuchte zu mir zu kommen - es ging nicht, sein Hinterteil war wie gelähmt. Ich setzte ihn vorsichtig in den Kennel und fuhr sofort in die Tierklinik. Er mußte zur Untersuchung dort bleiben. Als ich ihn nach Stunden wieder abholen konnte mit der Diagnose Kreuzbeinbruch, wußte ich nicht, wohin mit ihm, weil ich zwei Tage später für einige Zeit verreiste. Eine andere Katzenfreundin war bereit ihn zu nehmen und die vorgeschriebene Behandlung vorzunehmen. Bei ihr blieb er mehrere Wochen. Als er dann wieder laufen konnte, war mir klar, daß er nicht mehr zum Platz zurückgebracht werden könne.
Ich bat um Hilfe bei einer deutschen Freundin. Sie bemühte sich ihrerseits, ein neues Zuhause für BINGO zu finden, was schließlich auch klappte. Wir fanden eine Flugpatin, ich nahm die nötigen Formalitäten für die Reise vor und dann kam der schwere Abschied. Seinen Transportkorb polsterten wir gut aus mit Rücksicht auf seine gerade einigermaßen überstandene Verletzung. Er mußte nach den neuen Transportvorschriften ein Halsband mit Leine tragen. Kurzum, C. und ich heulten, als er von der Flugpatin aufs Schiff getragen wurde.
Zum Glück wußten wir, wer ihn am Zielflughafen abholte und wo er nach kurzem Aufenthalt bei der Freundin letztendlich sein neues Zuhause haben würde. Auch das war eine Freundin und große Katzenliebhaberin.
Das war im Jahr 2005. BINGO erholte sich zusehends bei Renate und war bald der Liebling der Menschen und der anderen Tiere.
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BINGO und sein Freund JENS
Dann wurde er 2007 krank, ernstlich krank. Renate unternahm alles und scheute keine Kosten, um ihm zu helfem. Aber all das nütze nichts. Anfang August war er für 4 Tage verschwunden. Sie suchten ihn und fanden BINGO in Nachbars Garten. Er hatte sich verkrochen, weil es ihm sehr schlecht ging. Er kam wieder zum Arzt, wurde operiert, leider ohne Erfolg. Er hatte Darmkrebs und mußte eingeschläfert werden.
Er starb am 12. August 2007.
Renates Nachruf und sein Grab in ihrem Garten möchte ich hier anfügen.
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Immer im Herzen, Renate
Liebe Marlene, hier liegt er nun, unser Kleiner
Es rührt mich immer wieder an, wenn die Gedanken an die Zeit zurückkommen. Wir alle waren hilflose Helfer, die ihm leider damit noch mehr Schmerzen zugefügt haben, nur weil wir seinen Rückzug nicht verstehen konnten, und zwei Tierärztinnen auch nicht merkten, was mit ihm nicht in Ordnung war.
Seine Schreie während des Einlaufs werde ich wohl noch lange hören. Ich fühlte seinen Schmerz und es tat mir sehr weh - aber es war die Hoffnung da, daß ihm das letztendlich ja helfen konnte. Aber daß dies unnütz war, das gibt mir einen richtigen Kloß im Hals. Das habe ich immer noch nicht verdaut.
Armer kleiner BINGO - verzeih mir. Du wolltest es mir ja eigentlich einfach machen.
BABYLEIN
In einem Frühjahr hatte ich an einem meiner Futterplätze drei trächtige Katzenmädchen. Allerdings habe ich nur von der zierlichsten und jüngsten Katze -meinem BABYLEIN - drei Junge bekommen. Die anderen habe ich nie gesehen bzw. eins wurde in meiner Anwesenheit tot geboren.
BABYLEIN war eine tüchtige Mutter, hatte immer ein wachsames Auge auf ihre Kinder. Als sie so alt waren, daß sie die Mama nicht mehr als Nahrungsquellle brauchten, ließ ich auch sie kastrieren. Die Rechnung hat eine liebe Spenderin übernommen.
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BABYLEIN mit 2 Monaten |
hochträchtiges BABYLEIN |
Ich habe BABYLEIN mit 2 Monaten an den Platz gesetzt bekommen, es war im September 2006. Sie wurde erwachsen, war aber immer kleinwüchsig. Bei der ersten Rolligkeit wurde sie schwanger und hat im Mai 2007 drei Junge geboren. Mit ihnen und den anderen Katzen lebte sie am Platz wie in einer großen Familie.
Und dann geschah das Furchtbare:
07. September 2007 BABYLEIN wurde an diesem Tag auf dem Weg zum Futterplatz überfahren.
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Sie wurde gerade einmal 12 Monate alt, aber sie hat uns drei prächtige Kinder geschenkt.
Es sind zwei Kater und eine Katze. Sie leben auch nach dem Tod ihrer Mama immer noch in der großen Katzenfamilie.
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CARLO |
BUBI |
PÜPPI |
Ihre ersten Gewitter und heftigsten Regenfälle haben sie auch schon überstanden. Es gibt am Futterplatz ein großes Katzenhaus und eine große liegende neue Mülltonne als Unterschlupf zum Schlafen und als Schutz bei schlechtem Wetter. Und in der großen Gruppe läßt sich die Angst besser ertragen.
Am 07. Dezember 2007 ist PÜPPI kastriert worden. Sie war noch nicht trächtig. Als ich sie zum Familienplatz zurückbrachte, war sie sehr ruhig, hat nach der Freilassung etwas gefressen und mischte sich unter die anderen. Sie ist geblieben und hat mir das alles nicht übel geommen. Ich konnte sie sogar streicheln.
Auch diese Kastrationskosten hat ein Pate übernommen.
Vielen Dank !
Leider ist PÜPPI etwa 5 Wochen danach nicht mehr am Platz gewesen. Ich habe den starken Verdacht, daß sie eine junge Frau aus der Nachbarschaft bei ihrem Umzug mitgenommen hat.
BUBI wurde im März 2008 kastriert. CARLO wurde im August 2008 kastriert. Ich danke dem Paten, der die Kosten übernommen hat.
CARLO BUBI; CARLO und Freund
CARLO ist nun auch nicht mehr in der Gruppe. Er fehlte mir fast drei Wochen lang. Nach Rufen, Herumfragen und Suchen fand ich ihn Mitte März 2009 leider tot ganz in der Nähe seines "Zuhause".
BUBI war 4 Wochen später verschwunden. Ich wartete nur einen Tag und fing an zu suchen, weil ich Schlimmes ahnte. Tatsächlich fand ich auch ihn ganz in der Nähe des Futterplatzes leider tot. Er war ebenso verletzt wie sein Bruder CARLO.
Nun ist die kleine Familie BABYLEIN - Mutter mit drei Kindern - ausgelöscht.
. Große Überraschung
Die älteste dieser Katzenmütter an diesem Platz , die Siam, die schon zweimal Junge hatte, konnte ich mit viel Geduld im Frühjahr 2007 endlich einfangen und kastrieren lassen.
Sie hat mir eine große Überraschung beschert, weil sie wieder hochschwanger war - das hat man ihr nicht angesehen - und die Rechnung für diese Operation die höchste wurde, die ich je bezahlt habe, namlich 140.- Euro !!
Älteste Siam-Mutter am Platz, 3mal trächtig, jetzt endlich kastriert
MUTTERLIEBE
Im Sommer 2007 vertraute mir eine Touristin eine Katzenmutter mit ganz kleinen Babys an, die mitten im Städtchen in einem Pflanzenbeet vor Geschäften lebt und sehr zahm ist. Da ich ganz in der Nähe einen Futterplatz habe, der sehr viel günstiger weil ruhiger ist, beschloß ich, die Babys samt Mutter dorthin zu bringen. Ich hatte einen geschützten Platz für einen Katzenkorb vorbereitet und holte die Mutter samt ihrer 6 Babys !! dorthin. Soweit so gut, wenn nicht eine von den alten Katzenbewohnern Streit mit der Neuen angefangen hätte. Die Mama war so verschreckt, daß sie die Jungen in Sicherheit bei mir ließ und wegrannte - natürlich zum alten Platz. Von dort holte ich sie wieder zurück zu ihren Kindern, die schon kräftig miauten. Aber diese Katze ist Mutter durch und durch, schnappte sich ein Junges und rannte wieder zum alten Platz ca. 40 m weiter. Da wußte ich, daß ich verloren hatte und brachte ihr die anderen 5 Babys auch wieder zurück.
Ich fütterte diese zahme und liebebedürftige Mutter ein paar Tage lang. Dann kam ein HAPPYEND: sie konnte mit all ihren Kindern in kurzer Zeit in ein neues Zuhause gebracht werden.
SHEBA, LOTTO, MIA, SCHWARZES BABY
In den letzten Monaten, d.h. von Oktober bis März, haben mich etliche frei lebende Katzen verlassen, ich meine damit, sie sind gestorben. Teilweise bedingt durch die Jagd von Oktober bis Mitte Januar auf Karnickel. Da wurden auch die Katzen gehetzt und manche haben es eben nicht geschafft, rechtzeitig einen sicheren Platz zu finden. Dann wurden sie auf der Flucht verletzt und waren danach sich selbst überlassen. Katzen verkriechen sich, wenn es ihnen schlecht geht - manchmal so lange, bis es ihnen besser geht, manchmal bis sie gestorben sind.
An einem meiner Futterplätze fehlt mir vier Tage lang "Sheba", eine graue, fast reinrassige "Russisch blau". Als sie endlich kam, humpelte sie auf drei Beinen.
Das Kniegelenk war gebrochen. Der Tierarzt konnte da nichts machen. Ich nahm sie für 6 Wochen mit zu mir nach Hause. Vier Tage vor meiner Rückkehr aus Deutschland war sie meiner Vertretung weggelaufen. Wir haben sie nicht mehr gefunden.
Am selben Platz wurde ein paar Wochen später "Lotto", ein fast reiner Karthäuser Kater krank. Innerhalb von wenigen Tagen fiel er zusammen und starb in der Klinik - Nierenversagen.
Die letzten Monate vom weißen "Dicken" in einer Ferienanlage sind in einem separaten Abschnitt beschrieben.
Die fast weiße "Mia" an wieder einem anderen Platz hatte Nasenkrebs und mußte eingeschläfert werden.
Das gleiche mußte mit dem "schwarzen Baby" (1 Jahr alt) geschehen. Es wurde innerhalb von zwei Tagen so schwach, dass ich es in die Klinik bringen mußte. Es hatte Leukose und wurde eingeschläfert. Dieses liebe, kleine, schwarze Wesen habe ich zusammen mit einer Freundin und ihren Kindern im Wald, da wo es geboren wurde, begraben.
"DICKER" von P.P.
Dieser Kater war mir ganz besonders ans Herz gewachsen. Ich kannte ihn schon viele Jahre. Er war ein weißer, sehr kräftiger und lange potenter Kater. Im Umkreis seines Lebensraumes hat er mit Sicherheit viele Nachkommen gezeugt. Eine Katzendame -seine Tochter? - betreute ich ebenfalls in der Gruppe. Sie war offensichtlich seine Auserwählte, mit der er einige Male Nachkommen gezeugt hat. In einem Frühjahr fand eine Kastrationsaktion des deutschen Tierschutzvereins statt. Der "Dicke" und seine "Frau", die schon wieder hochträchtig war, mußten unbedingt zum Kastrieren eingefangen werden. Die "Mama" zu fangen, war nicht schwer, weil sie sehr zahm war. Aber der Kater würde Schwierigkeiten machen. Auf ihn wurde ein Kopfgeld ausgesetzt. Kurz und gut, er wurde gefangen und operiert.
Im Laufe mehrerer Sommer bekam auch er die schwarzen Flecken auf den Ohren. Sie sind eine Vorstufe von Hautkrebs durch die Sonne, denn weiße Katzen sollten nicht auf Formentera leben. Ich gab mir viel Mühe mit Eincremen als Sonnenschutz. Aber es hielt nicht lange. Später wurden auch die Augen und die Nase befallen. Es dauerte ca. drei Jahre, bis er sehr kraftlos wurde. In all der Zeit war er mein Sorgenkind, das ich mit Aufbaustoffen und Homöopathie behandelte. Aber er war immer noch der Chef der Gruppe, bis ein anderer weißer, viel jüngerer Kater kam und ihm den Rang streitig machte. Es gab öfter Kämpfe mit erheblichen Blessuren, die der "Dicke" schließlich nicht mehr durchstand. Mit einem Abzess am Vorderlauf brachte ich ihn in die Klinik, mit der Diagnose "Katzenaids" und tot holte ich ihn wieder ab und begrub ihn in meiner Wohnnähe.
Seinem jüngeren Rivalen ging es kurz darauf nicht besser. Auch er wurde wegen starker Verletzungen in die Klinik gebracht. Auch ihm stellte der Arzt die Diagnose "Katzenaids" und er mußte eingeschläfert werden.
KLEINER KATER
Das große Hotel schloß Ende Oktober und die drei jungen Katzen, etwa ½ Jahr alt, bemerkten sehr schnell, daß sie nun nichts mehr von den Touristen zu fressen bekamen und keine Kinder mehr zum Spielen da waren. Sie suchten sich, offensichtlich mit Erfolg, eine andere Futterquelle. Nur eines saß allein gegenüber dem Portal und warete und wartete. Ich kam jeden Tag dort vorbei auf dem Weg zu meiner Futterstelle. Drei Tage sah ich mir das an und gab ihm etwas zu fressen. Dann nahm ich das Tigerkätzchen mit in meinen Jeep, um es an der nahen Tauchschule abzusetzen. Ich wußte, daß dort jeden Tag der Tauchlehrer war, jedenfalls die ersten Wochen nach Saisonende. Was ich da gemacht hatte, war verhängnisvoll, denn es hatte Durchfall und konnte vor Aufregung nicht mehr an sich halten. Ich war beschmutzt und das Auto auch. Armes Tier! Ich richtete ihm mit Einverständnis der Tauchlehrer einen Futterplatz ein. Es blieb dort, bekam zu fressen und zu trinken, Streicheleinheiten und eine Wurmtablette. Nach zwei Tagen war der Durchfall weg und es entwickelte sich zusehends zu einem kleinen Kater. Das war dann auch sein Name geworden: "Kleiner Kater". Er wurde der Liebling der Taucher. Etwa vier Jahre lebte er dort im Sommer mit den Tauchern und im Winter übernahm ich das Füttern.
Einmal war er sehr verletzt und mußte zum Tierarzt. Er wurde wieder gesund, aber er war nicht mehr so wie früher. Eines Tages war er nicht mehr da. Das haben alle sehr bedauert.
PORTIER oder FELIX
Ein paar Monate war die Tauchschule ohne Maskottchen. Dann zog "Portier" ein; ein junger schwarzer Kater mit etwas weiß im Gesicht. Er saß vorher immer im Eingang dieses großen Hotels, traute sich sogar in die Hotelvorhalle. Im Oktober schlossen sich die Tore wieder und "Portier" ging zielstrebig zur Tauchschule. Auch er durfte dort bleiben. Weil er so aussieht, wie die Katze auf den "FELIX"-Futterartikeln, nannten sie ihn dort eben "Felix".
Im Herbst wurde er schwer verletzt, d.h. ein Hund hatte ihm das ganze Fell an seinem Hinterteil abgerissen. Claudia brachte ihn zum Tierarzt. Der hatte große Bedenken, ob er ihn retten konnte. Nur weil sie sich bereiterklärte, den Kater zwecks langwieriger Pflege zu sich nach Hause zu nehmen, wagten sie den Versuch. Und er ist gelungen. Drei Monate war "Felix" bei Claudia. Im März kam er wieder zur Tauchschule zurück, noch kahl am Hinterteil mit Narben und recht mobbelig. Es geht ihm wieder gut. Er springt nach wie vor hinten in meinen Jeep, um dort seine Schale mit Futter in aller Ruhe zu fressen, während ich die vielen anderen Katzen füttere. "Portier-Felix" ist schon lange wieder ein pechschwarzer Kater.
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"Portier-Felix" ist wieder ganz der Alte
Das ging etwa 3 Jahre gut. Er lebte meistens am Portal des großen Hotels und war der Liebling des Personals und der Gäste. Doch im Sommer, genau im September 2008, wurde ihm der viele Touristenverkehr wohl zum Verhängnis.Er bewegte sich zwischen parkenden Autos, Bussen und den vielen Menschen am letzten Tag, als ich ihn sah, sehr unsicher. Und dann muß es wohl auch geschehen sein. PORTIER kam seitdem nicht mehr zum Futterplatz und war auch nicht mehr am Hoteleingang. Alle vermißten ihn, aber keiner wußte, was geschehen war.
FLECKY
Was Helga erzählte, liegt schon ein paar Jahre zurück, und sie hat danach noch viele schöne und auch traurige Erlebnisse mit Katzen gehabt. Aber was ihr eine ihrer ersten Katzen beschert hat, war sehr ungewöhnlich.
"FLECKY" kam schwanger zu ihr und schenkte ihr sehr bald zwei Babys, "LUNES", weil es am Montag geboren wurde und "STIEFELCHEN", weil es vier weiße Beinchen hatte. Das eine entpuppte sich als sehr gute Jägerin, das andere lag lieber faul bei der Mutter im Korb. Beide durften bei Helga bleiben.
Bald danach wurde "FLECKY" wieder trächtig und es war fast schon zu spät, als Helga es bemerkte. Nur wenige Tage vor der Geburt konnte sie sie einfangen und in die Tierklinik zum Kastrieren bzw. Zur Abbrechung der Trächtigkeit bringen. Die Nachbehandlung am Gesäuge nahm einige Zeit in Anspruch, und als es "FLECKY" wieder gut ging, war sie öfter verschwunden. Dann traute Helga ihren Augen nicht, als sie im Körbchen von "FLECKY" ein Baby fand. Am nächsten Tag noch eins und noch eins, bis "FLECKY" fünf zusammengeklaut hatte. Sie durften alle bleiben. Als sie einige Monate alt waren und auf Entdeckungstour gingen, wurden in kurzen Abständen drei überfahren. Eins ist kurz vor der Tierklinik ausgebüchst, als es zur Kastration gebracht wurde. Nur eins ist bis heute bei der Mutter und bei Helga und das ist "Julio".
MEIN BAUERNHOF-FUTTERPLATZ
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Mein Bauernhof-Futterplatz |
Wie auf dem Bauernhof |
Zwei von Vielen warten auf Futter |
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Mütter mit Lämmern |
Katzen an der P.O.Box |
Schwarze Lämmer
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Sie ist noch kein Jahr alt |
Ganz junges Zicklein |
Friedliche Ruhe |
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Erkennen Sie sie wieder? Nach noch nicht zwei Jahren ist sie eine stolze und sehr aufmerksame Mutter.
Zur Erinnerung an diesen ganz besonderen Futterplatz
Seit Mitte März 2008 gibt es diesen Futterplatz nicht mehr. Es wird nicht mehr gewünscht, daß ich dort 8 Katzen füttere, die seit mindestens 6 oder 7 Jahren dort leben.
Vier weiße sollte ich umsetzen, d.h. weit weg an einen anderen Futterplatz bringen. Die anderen sollen sich selbst etwas Anderes suchen.
Traurig, aber leider doch wahr
Diese Katzenfamilie wurde jäh auseinandergerissen, weil sie nicht mehr an ihrem seit Jahren gewohnten "Bauernhof-Futterplatz" gefüttert werden durfte.
Mit einer erfahrenen Katzenfängerin fing ich am Gründonnerstag 2008 zwei weiße Katzen ein - die anderen wollten nicht in die Falle - und brachte sie ca.7 km entfernt an einen neuen Platz. Diesen Platz hatte ich gut vorbereitet. Sogar ein Katzenhaus habe ich aufgestellt. Am späten Abend waren beide noch da, aber in der Vollmondnacht waren sie aktiv; denn am nächsten Morgen war keine mehr da.
Ich habe in den folgenden Tagen sehr viel Zeit mit Rufen und Suchen verbracht. Leider vergebens.
In der Zwischenzeit habe ich die zurückgebliebenen Schwestern am alten Platz sehr eingeschränkt gefüttert und für die anderen Drei - schwarz, rot, getigert - einen nahegelegenen neuen Futterplatz gesucht und gefunden. Meine Gedanken waren ständig bei den Umgesetzten. Wo sie nur waren? Sehr wahrscheinlich war, daß sie sich auf den Rückweg gemacht haben. Aber würden sie auch am alten Platz ankommen? Zusammen oder jede für sich?
Es war auf den Tag genau nach einer Woche, als mittags mindestens eine weiße Katze, die Mutter, zum Füttern vor mir stand. Ich konnte es nicht glauben: 7 km in einer Woche, ganz allein, wie ich später merkte, gelaufen und das Ziel erreicht! Phantastisch!
Sie sah gar nicht so schlimm aus, war nur sehr vervös und aufmerksam. Seitdem sind drei Weiße wieder zusammen.
Wo die Vierte geblieben ist, weiß ich nicht. Es ist bisher ein Dreivierteljahr vergangen. Vielleicht hat sie anderswo einen neuen Futterplatz gefunden.
Jedenfalls ist alles nicht mehr so geborgen, wie es lange Zeit am "Bauernhof-Futterplatz" war.
Das war einmal
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großer Feigenbaum |
Feigenbaum im April |
KRANKER KATER VON P.P.
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Dieser Kater hat Nasenkrebs |
Es wird immer schlimmer |
Er ist wohl 6 Jahre alt. Ich kenne ihn von klein an. Zweimal war er verletzt und ich nahm ihn zur Behandlung mit zu mir nach Hause. Doch nun wird es keine Besserung mehr geben und ich werde wohl schon bald mit ihm zum Tierarzt gehen müssen. Ein schwerer Gang. Aber er ist schließlich doch zum neuen Futterplatz gekommen. So kann ich ihn täglich beobachten und ihm seine Cortison-Tablette geben. Sie hilft ihm wenigstens für eine gewisse Zeit. Es hat genau 2 Monate gedauert, als ich über seinen Augen große Stellen blutigen Schorfes entdeckte, und es hat genau 3 Monate gedauert, bis ich offene Stellen an seinen Beinen und Füßen sah. Da wußte ich, so kann er nicht länger allein draußen leben. Die Zeit ist gekommen. Ich habe ihn am letzten Januartag 2007 schweren Herzens zum Einschläfern gebracht.
Alter FLORI oder auch "DER OPA"
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Kater mit Schnupfen und Läusen |
Derselbe Kater nach der Behandlung |
Plötzlich war er da am Futterplatz Tauchschule. Ein Mitleid erregendes Bild. Die Diagnose vom Tierarzt lautete: Schnupfen-behandelbar- Läuse mit allergischer Reaktion - nur noch 4 Zähne vorhanden. Die Behandlung machte Claudia 12 Tage weiter. Dann merkte man, wie wieder das Fell wuchs. So - und noch viel besser - sieht er jetzt aus. Doch seit einiger Zeit ist er nicht mehr da, genau seitdem ihn ein Schäferhund aus der Nachbarschaft auf einen hohen Baum gejagt und ihm wohl einen sehr großen Schrecken eingejagt hat.
DIVA, die Schöne
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DIVA vor der Augenverletzung |
DIVA nach der Verletzung |
DIVA war noch ein Baby als sie mit ihrem Bruder "Peterchen" an meinen Futterplatz gesetzt wurde. Sie wuchsen beide schnell und wurden von den meisten schon vorhandenen Katzen aufgenommen. Aber einmal muß es doch Zoff gegeben haben. DIVA's Auge war sehr verletzt. Der Tierarzt konnte nicht garantieen, daß sie das Augenlicht behalten würde. Ich nahm sie mit zu mir nach Hause. 3xtäglich mußte ich ihr Tropfen und Salbe ins Auge geben. Das war für uns beide eine schwere Zeit. Aber es tat ihr gut und sie kam schließlich von alleine aufs Bett in meinen Arm mit dem speziellen Griff und ließ sich behandeln. Nach 2 1/2 Wochen Zwischenuntersuchung hieß es: weitermachen, es sieht gut aus.
Nach 4 1/2 Wochen schließlich war die Behandlung beendet. Das Augenlicht hat sie eingeschränkt behalten. Und dann habe ich sie mit vielen Bedenken wieder zurück zum Futterplatz und zu ihrem Bruder und all den anderen gebracht. Sie wurde stürmisch begrüßt, alles war wieder gut.
Aber bis heute muß sie jedesmal nach dem Füttern auf meinen Arm zum Schmusen.
Nun muß ich wieder etwas Trauriges berichten: Meine geliebte DIVA wurde am 07.November 2007 am Nachmittag in der Nähe des Futterplatzes überfahren. Ein Freund fand sie auf der Straße und sagte mir Bescheid. Ich fuhr sofort zur Unfall-Fundstelle und fand sie noch so, wie sie gestorben war. Nur am Kopf war sie verletzt. Ich nahm sie in den Arm und sie war noch ganz warm. Es mußte kurz vorher passiert sein. Meine DIVA habe ich mit zu mir nach Hause genommen und in meiner unmittelbaren Wohnnähe inmitten blühender Heidesträucher begraben.
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Keine Zeit der Welt kann die Erinnerung an eine geliebte Katze aus dem Gedächtnis löschen
POLYTESS
Am 14. Dezember 2007 habe ich einen traurigen Fund gemacht. Diesmal hat es POLYTESS in unmittelbarer Nähe "ihres Hauses" erwischt. Ich fand sie,weil ich sie suchte. Sie war nicht, wie all die anderen Tage, trotz Gefahr durch jagende Hunde zum Fressen gekommen. Sie ist ganz offensichtlich Opfer eines Hundes geworden. Ich sah es an den Spuren des Kampfes auf dem Boden und an ihrem Körper.
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siempre vive
Auch Dich, meine liebe POLYTESS, werde ich so schnell nicht vergessen !
PÜNKTCHEN und BIJOU
"Pünktchen" und "Bijou" lebten an einem Ferienhaus irgendwo auf dem Land. Leider war die Mieterin verzogen und hat mir die Beiden anvertraut. Sie haben im Wald einen Futterplatz und einen Unterschlupf. "Pünktchen" ist sehr örtlich gebunden. "Bijou" streunte gerne herum. Das wurde ihr im August 2006 zum Verhängnis. Sie wurde sehr wahrscheinlich an- oder überfahren. Freunde fanden sie in der Nähe des Futterplatzes im Gebüsch.
Jetzt lebt "Pünktchen" allein dort und wartet jeden Vormittag auf mich.
Seit kurzer Zeit ist der Kater CARLOS wieder zurück an diesen Platz gekommen. Er war schon einmal als junger Kater da. Die Mieterin des Hauses hat ihn damals kastrieren lassen. Dann war er etwa für 1 Jahr verschwunden und tauchte kürzlich im Januar 2007 wieder auf. Ein Blick, ein Wort und wir erkannten uns wieder. Seitdem lebt "Pünktchen" nicht mehr allein dort. Wielange wird er diesmal bleiben?
CARLOS ist im März 2007 wieder gegangen. Stattdessen kam wenig später eine Siam-Mix mit Flohhalsband regelmäßig zum Fressen.
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PÜNKTCHEN versteht sich nicht gut mit ihr. Sie will lieber allein an ihrem angestammten Platz leben.
Aber mittlerweile sind sie nicht mehr so zickig zueinander. Jede weiß, daß sie ihr Futternäpfchen bekommt.
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Die beiden lebten ca. ein Jahr so locker nebeneinander. PÜNKTCHEN hielt sich meistens im näheren Umkreis des Futterplatzes auf und LEILA verschwand nach dem Fressen immer in eine Richtung. Daraus schloß ich, daß sie ein Zuhause hatte.
Anfang Oktober 2008 bat mich eine Frau, die in der Nähe wohnte, ob ich ihren Kater übernehme, weil sie von der Insel gehe und ihn nicht mitnehmen könne, weil sie 2 eigene Karthäuser Kater habe, die im Haus lebten und die sich mit dem freilebenden gar nicht vertrugen. Ich war einverstanden und wir probten bis zur Abreise das Füttern an meinem Futterplatz. Sie brachte einen sehr dicken schwarzen kastrierten Kater GORDO mit. Ein sehr liebes Tier - zu mir - aber zu den Katzenmädchen war er dominant und fraß ihnen das Futter weg. Ich hatte eine Menge Arbeit, ihm andere Manieren beizubringen - mit Erfolg, wie sich nach kurzer Zeit herausstellte.
GORDO kam anderthalb Monat regelmäßig zum Fressen, dann blieb er immer öfter und auch länger weg. Eine Freundin in der Nähe beklagte sich einmal bei mir, daß zu ihren Katzen ein sehr dicker großer schwarzer Kater käme, der ihren Katzen das Futter wegfraß. Ja, das konnte dann nur GORDO sein. Trotz Verjagen zog er das Leben in der Nähe von Menschen und Katzen vor - und gewann. Er durfte bleiben, allerdings als freilebender Kater.
GORDO ist nach 5 Wochen Abwesenheit Mitte März 2009 wieder zu meinem Futterplatz zurückgekommen. PÜNKTCHEN hat sich sehr gefreut, hat ihm "Köpfchen" gegeben und gekuschelt. GORDO ließ es geschehen. Wielange wird er nun bleiben?
CHICO und FRAU DOKTOR MISHA
Chico stellte sich vor langer Zeit 2 Stunden vor Abreise der Feriengäste an ihrem Haus ein. Er war zahm, aber sehr mager. Was tun? Sie riefen mich zuhilfe. Wir richteten auf dem Grundstück einen Futterplatz ein, fütterten und verabredeten, daß ich täglich zum Füttern komme, ehrenamtlich als Katzenmutter. Das ging etwa 2 Jahre so. Zwischendurch kamen immer wieder Gäste und Chico hatte Gesellschaft.
Dann war da plötzlich diese Siam-Katze mit Halsband und Medaillon mit einer Telefon-Nummer. Es stellte sich heraus, daß es die Katze vom Tierarzt war. Der wohnte nicht sehr weit von diesem Futterplatz und Misha wurde zurückgeholt. Aber sie blieb nicht, sondern kam zurück zu Chico. Warum? Sie hatte Junge gehabt und mußte mit ansehen, wie eines überfahren wurde. Deshalb wollte sie dort nicht mehr bleiben.
Seitdem lebt sie mit Chico (beide sind kastriert) und heißt jetzt: Frau Doktor Misha.
CHICO war 2004 an diesen Futterplatz gekommen, war der Liebling und alleiniger Katzengast an diesem Haus. Dann kam MISHA dazu. Seit 1 Jahr auch KIKI. Alles ging friedlich zu bis LEON, der Wanderkater, kam. Seitdem ist CHICO immer weniger zum Haus gekommen. Seit dem Sommer 2007 kam er gar nicht mehr.
CHICO
KIKI
Und noch jemand ist dazugekommen. Ein kleines schwarzes Baby-Kätzchen, ca. 3 Monate alt und nur die ersten Tage sehr scheu, wenn ich zum Füttern kam. Von Tag zu Tag wurde sie zutraulicher und kommt mir jetzt schon zusammen mit Chico entgegengelaufen. Ich habe sie "Kiki" genannt, weil sie recht munter ist. Sie hat den Futternapf im Baum für sich genommen und entwickelt einen großen Appetit. Ich mußte sie entwurmen. Ich bin gespannt, wielange sie bei Chico und Misha bleibt. In 2 - 3 Monaten muß sie dann kastriert werden.
Ich mußte KiKi schnellstens kastrieren lassen, weil ich sie mit einem grauen Wanderkater inflagranti erwischte, als ich zum Füttern kam. Ich konnte es nicht glauben, daß die kleine KiKi schon rollig war. Ich hatte einen OP-Termin für den Kater vier Tage später, aber wie so oft war er nicht mehr da - eben ein Wanderkater - er hatte seine Mission erfüllt. So nahmen D. und ich die kleine KiKi in die Falle. Sie wurde kastriert und ich war sprachlos: sie war schon belegt seit etwa einer Woche. Das trieb die Arztrechnung gleich um einiges in die Höhe.
Aber für KiKi hat sich eine Patin gefunden, die die Kosten übernahm, allerdings nur für eine normale Kastration. Wer konnte auch schon ahnen, daß die Kleine schon schwanger war!
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KIKI nach überstandener Kastration |
Schmuseminuten mit KIKI |
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KIKI ca. 1 Jahr alt |
KIKI ca. 1 Jahr alt |
KIKI's Freier - LEON |
Der Karthäuser-Kater ist der Freier von KIKI. Er ist mittlerweile am Futterplatz zuhause, ist sehr zahm und ist jetzt KIKI's Beschützer. Er heißt LEON. Er wird in diesen Tagen kastriert, wenn er denn zum Termin in die Falle geht.
Erstens kommt es anders, zweitens als man plant: LEON hat wohl die Vollmond-Nacht genossen und war morgens nicht da. Ich bin zu einem anderen Platz gefahren und habe einen Kater gefangen. So bin ich noch pünktlich zum Termin in der Klinik gewesen.
LEON ist nach 3 weiteren Versuchen nicht in die Falle gegangen und deshalb auch noch nicht kastriert.
KIKI ist seit Mitte November 2007 nicht mehr zum Futterplatz gekommen.
Aber seit Anfang Dezember 2007 kommt ganz zaghaft ein anderes junges Kätzchen, wenn ich KIKI rufe. Sie sieht KIKI zum Verwechseln ähnlich. Vielleicht bleibt sie bis sie alt genug zum Kastrieren ist und wird hoffentlich so zahm wie KIKI.
Die kleine KITTII ist nicht zahm geworden, aber sie hat den alten LEON zum Freund. Es war mal wieder Vollmond und der romantische LEON zog diesmal mit KITTI durch die Gegend. Drei Tage waren sie nicht am Futterplatz. Und wie das Leben so spielt, kamen sie zusammen genau an dem Tag zurück, an dem ich den Termin für KITTI zum Kastrieren hatte. Sie war vor lauter Hunger ruckzuck in der Falle.
Sie wurde am 23. Januar 2008 kastriert und rannte bei ihrer Freilassung am nächsten Tag sofort weg, weg, weg... wahrscheinlich in Richtung Bauernhaus, ihrer Geburtsstätte. KITTI'S Arztrechnung hat wieder eine Patin bezahlt. Danke!
Zwei Tage später waren beide wieder am Futterplatz. KITTI etwas vorsichtig, aber mit LEON an der Seite wurde sie zusehends mutiger.
Doch nun, 5 Wochen danach, kommt auch die kleine KITTI nicht mehr zum Futterplatz. Sie blieb genauso plötzlich weg, wie damals KIKI.
Nur noch FRAU DOKTOR MISHA und LEON sind jetzt am Futterplatz
Im Januar 2009 kamen zwei junge Tigerkatzen dazu. Sie waren nicht kastriert und turtelten mit den Wanderkatern herum. Innerhalb von einer Woche konnte ich beide zum Katrieren bringen. Eine kam bald danach nicht mehr zum Futterplatz, die andere fühlte sich sehr zu LEON hingezogen. Ich nannte sie TIGERLILLI. Ein schwarzer Kater kam dazu, der höchstwahrscheinlich der Vater von KIKKI und KITTI ist. Ich konnte ihn fangen und kastrieren lassen. Es wurde auch Zeit!
Jetzt leben dort:
MISHA TIGERLILLI noch namenlos
Abschied von LEON
Heute, am 23. Februar 2009 war sein Schicksalstag. Er kam mir wie immer entgegengelaufen, als ich in die Grundstückseinfahrt fuhr. Niemals ist etwas passiert. Doch heute kam mit ihm zusammen die neue junge Kätzin TIGERLILLI gelaufen, freute sich und bedrängte LEON sehr. Als der vehement auswich, lief er mir direkt vor ein Rad, schrie und brach 2 m weiter zusammen. Er blutete am Kopf und ich brachte ihn direkt in die Klinik. Dort lebte er noch, kämpfte aber mit dem Tod, so daß wir beschlossen, ihn schnell zu erlösen. Noch bevor er die erlösende Spritze bekam, starb er unter meinen Händen. Ich streichelte ihn und sprach mit ihm bis zu seinem letzten Atemzug.
LEON war ein tapferer, aber schon betagter unkastrierter Kater. Er hat allein an diesem Platz drei junge Freundinnen gehabt: KIKI, KITTI und zuletzt die temperamentvolle TIGERLILLI.
Er wird mir fehlen und in sehr guter Erinnerung bleiben.
CARLA
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CARLA ist wieder zuück
CARLA bekam ihr Futter von mir auf einer Mauer in der Nähe unseres Freundes. Wo sie lebte, weiß ich nicht. Jeden Morgen, wenn ich auf meiner Füttertour dort vorbeikam, rief ich sie schon aus dem Auto - und sie war immer da oder kam sofort.
Im August war sie ein paar Tage nicht da. Ich machte mir Sorgen und begann zu suchen. Nichts. Jeden Morgen rief ich wie gewohnt, 3 Monate lang! Schließlich gab ich auf. Ich rief nicht mehr, wenn ich dort vorbeifuhr. Aber dann hörte ich plötzlich beim Vorbeifahren ein intensives lautes Miauen, hielt an und SIE war wieder da. Sie sah gar nicht so schlecht aus. Sicher hatte sie im August vor etwas Reißaus genommen und eine andere Futterstelle gefunden.
Die Wiedesehensfreude war auf beiden Seiten sehr groß. Bei ihr vor allen Dingen deshalb, weil es wieder regelmäßig Futter gab und sie zuhause sein konnte.
CARLA mußte im Sommer 2007 wieder für einige Wochen allein sein. Aber sie kam immer vormittags zum Fressen auf die Mauer, wenn ich vorbeikam, um zu zwei anderen Katzen in der Nachbarschaft zu fahren. Doch nun ist Frauchen für lange Zeit wieder zuhause und bei ihr. So fühlt sie sich sehr wohl.
MASKOTTCHEN DER P.O.BOX
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Gehört zur Fassade der P.O.Box |
Maskottchen der P.O.Box |
Schon seit Jahren lebt sie dort und geht zu meinem Bauernhof-Futterplatz. Sie ist Mutter, Großmutter und Tante. Sie hat mit Sicherheit schon viel erlebt dort im Dorf. Sie bewegt sich mit großer Selbstverständlichkeit -aber immer mit Vorsicht - zwischen und auf den parkenden Autos. "Mutterchen" ist immer als Erste am Auto, wenn ich morgens zum Füttern komme.
Seit Januar 2008 hat sie eine Augenentzündung am rechten Auge. Innerhalb von wenigen Tagen war das Auge blind und eitrig. Ich gab 12 Tage Antibiotika und es eiterte nicht mehr. Aber wie sich bald herausstellte, fing das Eitern wieder an und ich mußte die Behandlung mit Antibiotka wiederholen. Es ist wieder besser geworden und nun bekommt sie im Anschluß ein antibiotisches Pulver, das speziell Entzündungen im Kopfbereich heilen soll. Außerdem soll sie eine antibiotische Augensalbe bekommen, doch das ist bei ihr eine schwierige Behandlung.
Es hat sich alles wieder geregelt. MUTTERCHEN ist auf dem rechten Auge blind, aber damit kommt sie gut zurecht.
Nun gibt es ihren festen Futterplatz "Bauernhof" nicht mehr. Sie lebt wieder, wie zwei andere Katzen von diesem Platz auch, auf der Straße. Ich habe eine neue verschwiegene Futterstelle gefunden. Dorthin kommen sie zum Fressen - wo sie schlafen, weiß ich nicht.
MUTTERCHEN hat sich einen ganz privaten Futterplatz ausgesucht. Sie kennt mein Auto und springt, wo immer ich in der Reihe parke, gleich hinten in den offenen Jeep auf die Kühltasche und bekommt dort sofort ihren Futternapf gefüllt. In aller Ruhe kann sie dort fressen während um sie herum der Verkehrslärm brüllt. Ich füttere in der Zwischenzeit an einem anderen Platz die weißen Katzen und den Tiger JORDY. Wenn ich dann zurückkomme, wird auch noch gestreichelt, geschmust und gelobt. In der kälteren Jahreszeit kam es öfter vor, daß sie gar nicht mehr aus dem Auto heraus wollte und es sich innen bequem gemacht hat. Aber das war eben nur für kurze Zeit.
Das ist Maskottchen MUTTERCHEN wenige Tage bevor sie von einem Tag zum anderen nicht mehr kam. Es war der 16. Dezember 2008. Ich habe gesucht, gerufen, gefragt, keiner hat etwas bemerkt. Aber alle sind erstaunt und traurig.
Sie fehlt mir sehr zum Füttern im Auto.
DIE DREI VON DER CASA E.R.
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BOLA |
ELFE |
SCHÖNE |
BOLA lebt leider nicht mehr. Sie wurde während der Jagdzeit (von Oktober - Anfang Januar) Opfer einer Hundejagd. Ich war gerade beim Füttern, als ich das typische Jagdgebell der Ibizencos hörte, wenn sie eine Beute stellen. Es war ganz nah beim Futterplatz im Wald. Ich glaubte, es sei ein Kaninchen - aber BOLA fehlte - und dann nach wenigen Minuten hörte ich den erstickten Schrei einer Katze - BOLA -. Sie kam nie mehr wieder. Ich habe sofort nach ihr gesucht, etwa 1 Stunde lang. Ich sah gerade noch den letzten Hund im Gestrüpp verschwinden. Es war der 30. Oktober 2006. Aber BOLAS Freundinnen ELFE und SCHÖNCHEN leben weiter zusammen am selben Platz.
BOLA war durch ein früheres Mißgeschick seh- und kletterbehindert. Das wurde ihr jetzt zum Verhängnis.
Es dauerte nicht sehr lange, da nahm der getigerte, bereits kastrierte Kater, der immer schon um die Futterstelle strich, BOLAS Platz ein. Er wurde JUPPITO genannt und hält sich beim Fressen am liebsten abseits.
Aber auch das hat sich mittlerweile geändert. Die Drei haben sich aneinander gewöhnt und JUPPITO frißt oft zusammen mit ELFE aus einem Futternapf.













